Der Fleck zeigt sich meist im Februar, beim Umstellen der Möbel. Hinter dem Schrank an der Außenwand, handtellergroß, dunkel gesprenkelt. Angefangen hat er im Oktober, als die Wäscheständer von der Terrasse zurück in die Wohnung wanderten. Dazwischen liegen vier Monate, in denen niemand etwas bemerkt hat. Das Hygrometer im Wohnzimmer zeigte die ganze Zeit unauffällige Werte.
Genau das ist das Tückische am Schimmelproblem: Es entwickelt sich an Stellen, die niemand misst, und wird sichtbar, wenn die Sanierung bereits ansteht. Betroffen ist dann die Wand, dazu die Atemwege der Bewohner und in einer Mietwohnung das Verhältnis zum Vermieter. Warum also bleibt eine kritische Feuchtelage so lange unentdeckt, und ab welchem Wert wird es tatsächlich gefährlich?
Die kurze Antwort: Kritisch wird es, wenn die relative Luftfeuchte dauerhaft über 60% RH steigt. An kühlen Außenwänden beginnt Schimmel schon zu wachsen, wenn die Luft direkt an der Oberfläche 70 bis 80% RH erreicht. Dieser Wert wird an der Wand deutlich früher erreicht als in der Zimmermitte, wo das Hygrometer steht.
Das Umweltbundesamt formuliert die Empfehlung eindeutig: Wäsche soll nach Möglichkeit nicht in der Wohnung getrocknet werden. Für viele Haushalte ist das im Winter keine Option. Ohne Trockner, ohne Balkon, ohne Trockenraum bleibt nur der Wohnraum. Dieser Beitrag geht deshalb nicht gegen die Empfehlung an, sondern zeigt, worauf es ankommt, wenn sich das Trocknen im Wohnraum nicht vermeiden lässt.
Kurz zur Mietwohnung: was im Vertrag stehen kann
In manchen Mietverträgen findet sich eine Klausel zum Wäschetrocknen in der Wohnung. Wer eine solche Klausel im Vertrag hat und wissen möchte, was sie im eigenen Fall bedeutet, klärt das am besten direkt mit dem Vermieter oder mit einem Mieterverein. Praktisch entscheidend ist ohnehin etwas anderes: dass der Raum ausreichend geheizt und gelüftet wird. Darum geht es im Rest dieses Beitrags.
Die Wassermenge: Was eine Wäscheladung tatsächlich in den Raum bringt
Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW gibt Wäsche beim Trocknen in Innenräumen folgende Wassermengen an die Raumluft ab:
- geschleuderte Wäsche: 50 bis 200 Milliliter pro Stunde
- tropfnasse Wäsche: 100 bis 500 Milliliter pro Stunde
Für eine einzelne Waschladung heißt das: Nach dem Schleudern stecken in 8 Kilo Wäsche noch 2 bis 3 Liter Wasser, und die gehen vollständig in die Raumluft über.
Diese Menge trifft auf einen Haushalt, der ohnehin schon Feuchtigkeit produziert. Nach Angaben der Verbraucherzentrale gibt eine vierköpfige Familie allein durch Atmen, Duschen, Kochen und Zimmerpflanzen rund zehn Liter Wasserdampf am Tag an die Luft ab. Zwei Waschladungen legen darauf noch einmal rund die Hälfte drauf, und zwar konzentriert in einem einzigen Raum statt verteilt über die Wohnung.
Dieses Wasser verschwindet nicht. Es wandert als Dampf durch den Raum, bis es auf eine Fläche trifft, die kühler ist als die Luft, und schlägt sich dort nieder. In einer Altbauwohnung ist das die Außenwand hinter dem Schrank, die Fensterlaibung oder die Zimmerecke an der Nordseite.
Wenn Sie an den Fensterscheiben morgens Kondenswasser finden, ist das das gleiche Phänomen an der sichtbaren Stelle: Was Sie gegen Kondenswasser an Fenstern tun können
Warum die Wand kälter ist als Ihr Hygrometer denkt
Das ist der Punkt, an dem die meisten Messungen in die Irre führen. Ihr Hygrometer steht auf der Kommode in der Zimmermitte und zeigt vielleicht 58% RH. An der Außenwand hinter dem Schrank herrschen zur gleichen Zeit ganz andere Bedingungen.
Der Grund ist die Oberflächentemperatur. Während die Raumluft 20 °C hat, liegt eine schlecht gedämmte Außenwand im Winter bei 14 bis 16 °C, in der Zimmerecke und hinter Möbeln noch darunter, weil dort kaum warme Luft vorbeikommt.
Luft, die an dieser kühleren Fläche entlangstreicht, kühlt ab. Die Wassermenge in ihr bleibt dabei gleich. Was sich ändert, ist die Menge, die sie tragen könnte, denn kalte Luft fasst deutlich weniger als warme. Genau dieses Verhältnis misst die relative Luftfeuchte (auch als Relative Humidity, also RH, bekannt): wie voll die Luft gemessen an ihrem Maximum ist. Sinkt das Maximum bei gleicher Wassermenge, steigt der Prozentwert. Dieselbe Luft ist an der kalten Wand also fast gesättigt, ohne dass ein Gramm hinzugekommen wäre.
Konkret: Raumluft mit 20 °C und 58% RH trägt etwa 10 Gramm Wasser je Kubikmeter. Trifft sie auf eine 14 °C kühle Wandfläche, entspricht dieselbe Wassermenge dort schon rund 82% RH. Das Hygrometer in der Zimmermitte zeigt einen unauffälligen Wert, während an der Wand längst die Bedingungen herrschen, unter denen Schimmel keimt.
Daraus folgen drei praktische Punkte:
- Möbel abrücken. Fünf bis zehn Zentimeter Abstand zur Außenwand reichen oft schon, damit warme Luft zirkulieren kann und die Wandfläche wärmer bleibt.
- Nicht in ungeheizten Räumen mit geschlossener Tür trocknen. Der Raum kühlt aus, die Wandflächen kühlen mit, und die Feuchtigkeit hat keinen anderen Weg als in die Wand. Im beheizten Raum ist die geschlossene Tür dagegen sinnvoll — dazu Regel 2.
- Dort messen, wo es kritisch ist. Ein zweites Hygrometer an der kühlsten Außenwand kostet wenig und zeigt den Wert, auf den es ankommt.
Warum Schimmel überhaupt entsteht und ab welchen Werten er wächst, haben wir hier ausführlich erklärt: Warum bildet sich Schimmel in meinem Zuhause?
Die Grenzen des Lüftens: Warum Stoßlüften im Winter nicht ausreicht
Lüften ist richtig und notwendig, im Winter aber kein vollständiger Ersatz für Entfeuchtung. Der Grund liegt in der Physik der Außenluft.
Beim Stoßlüften tauschen Sie warme, feuchte Innenluft gegen kalte, trockene Außenluft. Diese erwärmt sich im Raum und kann dann viel mehr Wasser aufnehmen als vorher. Genau das ist der erwünschte Effekt.
Wie groß er ist, lässt sich ausrechnen. Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Wasser ein Kubikmeter Luft bei voller Sättigung überhaupt tragen kann:
Lufttemperatur
maximaler Wassergehalt
Lufttemperatur
-5 °C
maximaler Wassergehalt
rund 3,3 Gramm je Kubikmeter
Lufttemperatur
0 °C
maximaler Wassergehalt
rund 4,8 Gramm je Kubikmeter
Lufttemperatur
5 °C
maximaler Wassergehalt
rund 6,8 Gramm je Kubikmeter
Lufttemperatur
10 °C
maximaler Wassergehalt
rund 9,4 Gramm je Kubikmeter
Lufttemperatur
20 °C
maximaler Wassergehalt
rund 17,3 Gramm je Kubikmeter
Ein Rechenbeispiel: Draußen sind es 0 °C bei 80% RH, die Luft trägt also etwa 3,8 Gramm Wasser je Kubikmeter. Im Zimmer auf 20 °C erwärmt, sinkt ihre relative Feuchte auf rund 22% RH, weil dieselbe Wassermenge nun in einer Luft steckt, die 17,3 Gramm tragen könnte. Winterluft ist der beste Trockner, den Sie kostenlos bekommen.
Der Haken liegt im Nachschub. Diese Kapazität ist endlich, und ein Wäscheständer liefert bis zu 200 Millilitern pro Stunde kontinuierlich Wasser an die Luft. Nach zwei bis drei Stunden ist der Effekt eines fünfminütigen Lüftens aufgebraucht, während die Wäsche noch sechs Stunden weiter verdunstet. Deshalb ist Lüften bei normalem Feuchteanfall ausreichend, bei zusätzlicher Wäsche im Raum aber nicht.
Das Umweltbundesamt empfiehlt für Wohnräume, zwei bis drei Mal täglich für etwa fünf Minuten quer zu lüften, in Bad und Küche fünf bis zehn Minuten. Diese Empfehlung ist für den normalen Feuchteanfall bemessen, nicht für eine zusätzliche Waschladung im Raum.
Dazu kommt ein Verhaltensproblem: Bei Frost lüften die meisten Menschen seltener und kürzer als empfohlen. Die Empfehlung ist dann korrekt, wird aber nicht befolgt.
Ein weit verbreiteter Fehler verschärft das Ganze: das Kippfenster. Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht nur wenig Luft aus, kühlt dafür aber die Laibung stark ab. Damit entsteht genau dort eine kalte Fläche, an der die Feuchtigkeit kondensiert.
Das Gesundheitsrisiko: Was Feuchtigkeit mit der Atemluft macht
Hohe Luftfeuchte über längere Zeit verändert das, was Sie einatmen, in zwei Richtungen.
Hausstaubmilben brauchen Feuchtigkeit. Oberhalb von etwa 60% RH vermehren sie sich deutlich schneller, unterhalb von 45% RH stellen sie es weitgehend ein. Ihr Kot ist ein häufiges Innenraumallergen.
Schimmelsporen sind in jeder Wohnung in der Luft. Zum Problem werden sie erst, wenn sie eine feuchte Oberfläche finden und wachsen. Dann steigt ihre Konzentration in der Raumluft und mit ihr das Risiko für Atemwegsreizungen, Husten und Beschwerden bei Asthma.
Zur Größenordnung liefert eine Untersuchung der Mackintosh Environmental Architecture Research Unit (MEARU) an der Glasgow School of Art belastbare Zahlen: In der Heizperiode trockneten 87 % der Haushalte ihre Wäsche in Innenräumen. In einem Viertel der beprobten Wohnungen wiesen die Forschenden Aspergillus fumigatus nach, einen Schimmelpilz, der bei geschwächtem Immunsystem Lungeninfektionen auslösen kann.
Das ist kein Argument gegen das Trocknen in der Wohnung. Es ist ein Argument dafür, es kontrolliert zu tun, statt den Ständer in einen geschlossenen, unbeheizten Raum zu stellen und die Tür zuzuziehen.
An dieser Stelle liegt auch der Grund, warum wir in die Geräte der MeacoDry Arete® Serie neben der Entfeuchtung eine Luftreinigung eingebaut haben. Sie ziehen die Raumluft ohnehin an, und derselbe Luftstrom passiert dabei einen H13-HEPA-Filter, der 99,95 % der Partikel zurückhält, dazu einen Aktivkohlefilter gegen den muffigen Geruch. Die Feuchtigkeit landet im Tank, die Sporen im Filter.
Praxis: Sieben Regeln fürs Trocknen ohne Schimmel
- Den richtigen Raum wählen. Ein beheizter Raum, in dem sich die Feuchtigkeit kontrolliert abführen lässt, ist besser als ein kalter Abstellraum. Im kalten Raum kondensiert das Wasser sofort an den Wänden, statt in der Luft zu bleiben, wo es abtransportiert werden kann. Wenn es doch der kalte Raum sein muss, etwa eine unbeheizte Waschküche, braucht es dort ein Gerät, das bei niedrigen Temperaturen arbeitet. Der Meaco DD8L Pro entzieht der Luft ab 1 °C Wasser und gibt dabei etwas Wärme in den Raum ab.
- Die Tür schließen, aber nur im beheizten Raum. Eine geschlossene Tür hält die Feuchtigkeit in einem Raum, statt sie in der ganzen Wohnung zu verteilen. Sinnvoll ist das nur, wenn sie dort auch wieder herauskommt, durch regelmäßiges Lüften oder ein Gerät. Im unbeheizten Raum kehrt sich der Nutzen um: Die Feuchtigkeit bleibt nicht nur, sie trifft auch auf kalte Wandflächen. Am ungünstigsten ist das Schlafzimmer, weil dort über Nacht ohnehin Feuchtigkeit anfällt.
- Abstand zur Wand halten. Der Ständer gehört in die Raummitte, nicht an die Außenwand. Wäsche direkt vor einer kühlen Wand erzeugt genau dort das feuchte Kleinklima, in dem Schimmel wächst.
- Nicht auf den Heizkörper legen. Das trocknet schnell, treibt die Feuchtigkeit aber stoßweise in den Raum und senkt die Heizleistung. Der Ständer neben dem Heizkörper ist besser als der Wäscheberg darauf. Außerdem kann der Wäscheberg den Heizkörper und die Raumluft negativ beeinträchtigen und im Ausnahmefall sogar zur Brandgefahr werden.
- Ständer statt Bügel, mit Abstand aufhängen. Kleidungsstücke, die sich berühren, trocknen an den Kontaktstellen kaum und bleiben dort länger feucht.
- Trocknungsdauer unter 24 Stunden halten. Was nach einem Tag noch feucht ist, hängt zu dicht, im falschen Raum oder bei zu hoher Luftfeuchte. Länger anhaltende Nässe ist der Punkt, an dem aus einem Feuchtigkeitseintrag ein Schimmelproblem wird.
- Die Luftfeuchte messen. Ein Hygrometer kostet wenig und beendet das Rätselraten. Zielbereich für Wohnräume sind 40 bis 60% RH. Messen Sie zusätzlich an der kühlsten Außenwand, dort liegt der Wert höher als in der Zimmermitte. Wer bereits einen Luftentfeuchter hat, spart sich das zweite Gerät für die Raummitte: Die Modelle der MeacoDry Arete® Serie zeigen die aktuelle Raumfeuchte im Display an und regeln selbsttätig auf den eingestellten Zielwert.
Wenn bereits Schimmel sichtbar ist und die Frage nach dem passenden Gerät im Vordergrund steht, hilft dieser Beitrag weiter: Luftentfeuchter gegen Schimmel, Kaufratgeber für gesundes Wohnen
Wenn Lüften nicht genügt: der Luftentfeuchter als Ausweg
Wenn Sie die sieben Regeln einhalten und das Hygrometer trotzdem dauerhaft über 60% RH zeigt, fehlt dem Raum ein Weg, die Feuchtigkeit abzuführen. Genau dort setzt ein Luftentfeuchter an: Er entzieht der Luft das Wasser und sammelt es im Tank, unabhängig von Außentemperatur und Lüftungsverhalten.
Für das Wäschetrocknen ist dabei der Wäschemodus relevant. In diesem Modus fällt die Regelung auf einen Zielwert weg: Der Lüfter läuft auf voller Stufe durch, bei der MeacoDry Arete® Serie sechs Stunden lang. Eine Hygrostat-Regelung würde hier zu früh abschalten, weil der Sensor im Gerät sitzt und nicht zwischen den nassen Textilien.
Wie viel das ausmacht, haben wir selbst gemessen: 13 T-Shirts, dieselbe Waschmaschine, derselbe Wäscheständer, ein kalibriertes Thermo-Hygrometer.
Aufbau
Trocknungszeit
Aufbau
MeacoDry Arete® One 20L allein
Trocknungszeit
rund 3 Stunden 50 Minuten
Aufbau
Arete® One 20L plus MeacoFan Sefte® Standventilator
Trocknungszeit
knapp 2 Stunden
Der Ventilator halbiert die Zeit fast. Das klingt nach viel für ein Gerät, das selbst kein Wasser aufnimmt, hat aber einen einfachen Grund: Um jedes nasse Kleidungsstück liegt eine dünne Schicht Luft, die bereits mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Solange sie dort stehen bleibt, verdunstet kaum noch etwas, ganz gleich wie trocken die Luft im übrigen Raum ist. Der Ventilator schiebt diese Schicht fort und ersetzt sie laufend durch trockene Luft. Der Entfeuchter wiederum sorgt dafür, dass die nachrückende Luft trocken ist. Erst beide zusammen halten die Verdunstung in Gang.
Je kürzer die Trocknungszeit, desto weniger Zeit hat die Feuchtigkeit, in Wände und Möbel zu ziehen.
Ein Gedanke noch zur Anschaffung: Die meisten kaufen ein solches Gerät wegen der Wäsche, also für zwei Abende in der Woche. An den übrigen fünf steht es nicht nutzlos herum. Die Feuchtigkeit aus Duschen, Kochen und Atmen fällt im Winter jeden Tag an, und sie sucht sich dieselbe kühle Außenwand wie das Wasser aus der Wäsche. Wer das Gerät auch dann laufen lässt, hält diese Wand über den ganzen Winter trocken und nicht nur an Waschtagen.
Welche Entzugsleistung Ihr Raum braucht, welche Bauart bei welcher Raumtemperatur arbeitet und welche Modelle eine verstellbare Luftklappe für den gezielten Luftstrom auf den Wäscheständer haben, steht im Kaufratgeber: Luftentfeuchter zum Wäschetrocknen: Welches Gerät passt in Ihre Wohnung?
Was der Betrieb kostet und wie er sich gegen einen Wäschetrockner rechnet, haben wir separat aufgeschlüsselt: Wäschetrockner oder Luftentfeuchter? Der Kostencheck
Eine Übersicht der geeigneten Geräte finden Sie in der Kategorie Wäschetrocknung.
Fazit: Der Fleck entsteht dort, wo Sie nicht messen
Schimmel nach dem Wäschetrocknen ist kein Pech und keine Frage schlechter Bausubstanz allein. Er entsteht, weil Feuchtigkeit sich an der kältesten Stelle des Raums sammelt und weil diese Stelle fast nie dort liegt, wo das Hygrometer steht.
Der konkrete erste Schritt: Hängen Sie ein Hygrometer an die kühlste Außenwand des Raums, in dem Sie trocknen, und vergleichen Sie den Wert eine Woche lang mit dem in der Zimmermitte. Liegt der Wandwert regelmäßig über 70% RH, während vorne alles unauffällig aussieht, kennen Sie Ihre Problemstelle, bevor sie sichtbar wird.
Häufige Fragen
Dauerhaft über 60% RH in der Raumluft gilt als kritisch. An kühlen Oberflächen wie Außenwänden reicht schon weniger, weil die Luft direkt an der Wand kälter und damit feuchter ist. Dort beginnt Schimmelwachstum bei 70 bis 80% RH an der Oberfläche.
Geschleuderte Wäsche gibt 50 bis 200 Milliliter pro Stunde ab, tropfnasse Wäsche 100 bis 500 Milliliter pro Stunde. Diese Werte stammen von der Verbraucherzentrale NRW. Für eine 8-Kilo-Ladung summiert sich das auf 2 bis 3 Liter, die vollständig in die Raumluft übergehen.
Im Sommer meistens, im Winter oft nicht. Das Umweltbundesamt empfiehlt zwei bis drei Mal täglich fünf Minuten Querlüften für Wohnräume. Diese Empfehlung ist für den normalen Feuchteanfall bemessen, nicht für eine zusätzliche Waschladung im Raum.
In manchen Mietverträgen steht dazu eine Klausel. Wer wissen möchte, was im eigenen Vertrag gilt, klärt das mit dem Vermieter oder einem Mieterverein.
Nur wenn der Raum entfeuchtet oder gut belüftet wird. In einem kalten, geschlossenen Raum kondensiert das Wasser an den Wänden, statt in der Luft abtransportiert zu werden. Für unbeheizte Räume ist ein Adsorptionstrockner die passende Bauart, weil er auch bei niedrigen Temperaturen arbeitet.
Schlechter. Es tauscht wenig Luft aus und kühlt dabei die Fensterlaibung ab, wodurch dort genau die kalte Fläche entsteht, an der Feuchtigkeit kondensiert. Kurzes Querlüften wirkt deutlich besser.
Innerhalb von 24 Stunden. Was länger feucht bleibt, hängt zu dicht, steht im falschen Raum oder die Luftfeuchte ist zu hoch.
Weil das Gerät in der Zimmermitte misst und dort andere Bedingungen herrschen als an der Außenwand. Raumluft mit 20 °C und 58% RH entspricht an einer 14 °C kühlen Wandfläche bereits rund 82% RH, obwohl sich die Wassermenge in der Luft nicht geändert hat. Messen Sie deshalb zusätzlich an der kühlsten Stelle des Raums, meist in einer Zimmerecke an der Außenwand oder hinter einem Möbelstück.





